Flash – Was genau ist es und wie wende ich es an?

Das Einsatzgebiet von Flash

Aus dem Hause Adobe stammt die Entwicklungsumgebung Flash. Richtig heißt diese Adobe Flash, früher bekannt unter dem Namen Macromedia Flash, allerdings wird umgangssprachlich in der Regel nur von Flash gesprochen. Mit Flash werden interaktive und multimediale Inhalte erstellt. Es ist eine Software, mit der Dateien erzeugt werden. Diese tragen die Endung swf. Zum Betrachten dieser Dateien ist ein Flash – Player erforderlich, welcher von Adobe kostenlos zur Verfügung gestellt wird.

Wo man auf Flash trifft

Der Internetnutzer trifft sehr häufig auf Flash. Viele Inhalte auf Webseiten wurden mit Flash erstellt und sind demzufolge nur mit Flash einsehbar. Die meisten Webbrowser sind mit einem Flash–Plug–in versehen. Wer über ein Virenprogramm bzw. eine Firewall verfügt, wird vor dem Öffnen eines solchen Plug-ins gefragt, ob dieses ausgeführt werden soll. Diese Nachfrage hat den Hintergrund, dass Flash mit Datenschutzproblemen zu kämpfen hat. Bei Nutzung des Flash-Players werden auf dem Rechner des Anwenders Binärdateien abgespeichert. Diese können nicht gelöscht werden, zumindest nicht, wenn sie seitenübergreifend sind. Auf die Binärdateien kann man in dem Falle nur direkt über die Webseite von Adobe zugreifen. Die Binärdateien von Flash lassen sich mit den allseits bekannten Cookies vergleichen, allerdings sind sie nicht so leicht zu verwalten wie diese.

Befindet man sich auf einer Webseite und ein Werbebanner öffnet sich, basiert dieses meist auf Flash. Daneben können ganze Seiten auf Flash basieren und auch ein auf der Seite befindlicher Video-Player läuft in der Regel auf der Basis von Flash. Flash kann man sich als User im Internet kaum entziehen, jedoch wirft das häufig Probleme auf. Da nicht jeder Webbrowser Flash unterstützt, werden manche Seiten nicht vollständig angezeigt. Freie Abspielprogramme tun sich ebenfalls mit einigen Funktionen von Flash schwer. Trotzdem wird Flash von vielen Betreibern einer Internetseite genutzt. Das E-Learning wäre beispielsweise ohne Flash unvorstellbar. Durch seine Vielfältigkeit ist ein effektives, computergestütztes Training möglich. Daneben schafft Flash die angestrebte Barrierefreiheit auf Webseiten. Die Kompatibilität mit textbasierten Browsern ist in diesem Zusammenhang sehr gut. Interaktive Animationen, deren Grundlage zudem die Vektorgrafik ist, werden von Flash konkurrenzlos wiedergegeben. Zwar gibt es in dieser Hinsicht ein weiteres Programm, jedoch wird dieses ausgerechnet von dem weit verbreiteten Internet Explorer nicht unterstützt. Damit gibt es in dieser Kategorie für Flash keinen Gegenspieler.

Die Funktionsweise von Flash

Das Grundprinzip von Flash ist einfach: Man möchte große Datenmengen, wie sie etwa Video- und Audiodateien sind, in der Art komprimieren, dass eine problemlose und schnelle Übertragung auf einen Webserver möglich ist. Als Quelle dienen FLA-Dateien. Sie werden mit Hilfe von Flash erstellt. Anschließend werden sie in das SWF-Format übersetzt und komprimiert, sollte man dies wünschen. Die FLA-Dateien sind veränderbar. Sie werden vom Autoren der Datei entwickelt und verwendet. Nach der Übersetzung in das SWF-Format ist keine Veränderung mehr möglich. Der Nutzer lädt die SWF-Datei in seinem Webbrowser hoch und kann sie sich dort ansehen bzw. anhören, verändern kann er die Datei allerdings nicht. In Flash-Dateien lassen sich neben dem SWF-Format viele weitere Formate integrieren. Bildformate wie JPG und PNG gehören ebenso dazu wie die Videoformate MOV, MPEG und AVI und ebenfalls die bekannten Audioformate MP3 und WAVE.

Foto: goodluz – Fotolia.com

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