Wozu braucht man Java?

Geht man auf eine Webseite, kommt es häufig vor, dass plötzlich ein Ladebildschirm mit der Aufschrift Java erscheint. Was ist denn das? wird sich dann so mancher fragen. Java ist eine Programmiersprache, die heute vielfach zur Anwendung kommt. Das Erkennungszeichen von Java ist die Silhouette der dampfenden Kaffeetasse. Wie Java zu diesem Logo kam, ist eine ungewöhnliche Geschichte, die allerdings schnell erzählt ist. Die Programmierer von Sun Microsystems genossen nach dem Mittagessen gern noch eine Tasse Kaffee. Ihr Favorit dafür war das Straßencafé Java City, wo die Kaffeesorte Java zu den beliebtesten gehörte. Schnell war man sich deshalb einig, dass die neue Technik Java heißen sollte.

Java ist nicht nur auf dem Bildschirm des PCs oder Laptops zu finden, auch viele Anwendungen auf dem Handy basieren auf Java. Java ist eine eingetragene Marke von Sun Microsystems. Die Programmiersprache Java gehört zur Java-Technologie, die weitere Komponenten beinhaltet. Java ist als Freeware erhältlich.

Die Merkmale der Programmiersprache Java

Java ist völlig plattformunabhängig. Grund dafür ist die Laufzeitumgebung, welche entweder von Sun direkt für Linux, Windows und Solaris angeboten wird oder dessen Zertifizierung von anderen Herstellern für ihre Plattform erfolgt. Mit Laufzeitumgebung wird die Tatsache beschrieben, dass Java mit den unterschiedlichsten Betriebssystemen zurechtkommt, ohne dass man etwas anpassen bzw. weitere Programme installieren muss, damit man Java auf dem eigenen Rechner nutzen kann. Um das zu gewährleisten, werden mit Java auch keine Programme geschrieben, sondern Bytecodes, welche in der jeweiligen Laufzeitumgebung ausgeführt werden.

Welche Ziele mit Java verfolgt werden

Bereits der Begriff Programmiersprache ist für viele ein rotes Tuch. Zwar ist der Umgang mit dem Computer inzwischen alltäglich und das Internet ist ebenfalls bestens bekannt, aber selber etwas programmieren, das ist den meisten dann doch zuviel des Guten. Mit Java könnte dies aber anders werden, denn Sun Microsystems hat sich mit Java hohe Ziele gesteckt, um diese Programmiersprache für alle attraktiv zu gestalten.

Bereits mit der Unabhängigkeit von einer bestimmten Plattform wurde ein wichtiger Schritt in Richtung Massentauglichkeit getan. Das ist aber längst nicht alles. Damit sich eine Programmiersprache durchsetzt, muss diese viel mehr zu bieten haben. Java ist weiterhin einfach gehalten. Es fehlt die Unterstützung von Mehrfachvererbung und der Sprachumfang ist reduziert. Java ist sehr robust gegenüber Systemfehlern und weist eine relativ hohe Sicherheit auf. Die Sicherheit äußert sich unter anderem darin, dass ein Zugriff nur auf Objekte erfolgen kann, für die ein Zugriffsrecht besteht. Nicht zuletzt muss erwähnt werden, dass Java extrem leistungsfähig ist. Daher zählt Java zu den effizientesten Programmiersprachen überhaupt.

Ein großer Pluspunkt von Java – die Objektorientierung

Java als Programmiersprache ist stark objektorientiert. Das ist bei Programmiersprachen nicht oft der Fall. Die Objektorientierung einer Programmiersprache hat die Zielsetzung, große Softwareobjekte effizienter und leichter verwalten zu können. Damit geht eine Erhöhung der Qualität der entsprechenden Software einher. Die Objektorientierung wird erreicht durch das Implementieren von Schnittstellen – und das in einer beliebigen Anzahl. Die Basis der Objektorientierung bildet ein Objekt. In diesem sind Daten und die dazugehörigen Funktionen zusammengefasst. Anschließend werden sie abstrahiert. Ein weiteres Ergebnis der Objektorientierung ist die Wiederverwendbarkeit von Softwaremodulen.

Foto: Kaarsten – Fotolia.com

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